Keiner hat mich lieb!

Corporate Blogger oder was?

Habe mich heute mal wieder im Netz umgeschaut und bin da auf einen Kommentar in einem Beitrag bzw. Blog von einer großen Firma in Deutschland gestoßen, wo sich die Verantwortlichen des Blogs fragen warum die sogenannte „Blogosphäre“ (was immer die darunter verstehen) diesen nicht lieb hat.

Wer sich den Blog mal so durch liest wird nach kürzester Zeit zum einschlafen oder weiter klicken angeregt. Für den normal Surfer mag es ja ganz toll sein, das Daimler sogar eine Webseite für seine Mitarbeiter bereitstellt, die dort sogar etwas tolles über Ihr Unternehmen schreiben dürfen, was aber genau genommen doch wirklich niemanden interessiert. Doch schaut man mal genauer hin (lieber nicht) zeigt sich das ganze wohl als Schuss ins eigene Knie.

In einem Blog-Beitrag schreib ein sogenannter „Peter“ „Mitarbeiter“ der Firma;

„Ich finde es zum Beispiel mehr als interessant, dass Daimler hinsichtlich der frühkindlichen Bildung und beim Aufbau von KiTas mehr tut als der Staat, dessen Aufgabe es ist die Grundlagen für Bildung zu schaffen. Ist das dann weltentrückt oder arrogant? Im Gegenteil!“

Lieber Peter ( Mitarbeiter oder doch liebe Blog-Betreiber ), schön das Du dich opferst um den Blog deines Arbeitgebers zu retten, doch so sozial wie Du das hier darstellst ist das ganze auch nicht. Wenn Daimler hier was für KiTas tut, dann sicherlich erstmal im eigenen Interesse. Unter sozial verstehe ich nicht, dass bei Daimler Subunternehmen arbeiten bzw. beauftragt sind, deren Angestellte mit max. 1200 Euro Netto heimgehen und davon noch Kind und Kegel ernähren müssen.

Und dann gibt es noch im Blog den hier, Super Mario. Für Unbedarfte des Internets oder den Otto-Normal Mitarbeiter von Daimler mag es ja toll sein, das ein Mitarbeiter der als Dauernachtschichtler arbeitet und sich so für den Blog seines Arbeitgeber einsetzt. Doch einfach mal die Beiträge von Super Mario anschaun und was heute jede Personalabteilung macht, ein bisschen mit offenen Augen im Internet surfen und sich selber ein Bild davon machen; Web 2.0, Social Networking, Business Innovation Community, Viral Marketing . Der Mann ist doch als Schichtler eindeutig unterfordert, unterbezahlt und zu höherem berufen, oder setzt hier die eigene Mitarbeiter Förderung am falschem Hebel an. Super Mario könnte glatt mal 5000 Euro mehr im Monat verdienen……

Sicherlich kann nicht jeder Mitarbeiter in einem Corporate Blog schreiben was er will, doch ein bisschen mehr Offenheit von den Verantwortlichen sollte schon gegeben sein. So frägt man sich was das ganze eingendlich für einen Nutzen hat, außer Kosten zu produzieren kommt hier für die Allgemeinheit nichts rüber………

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One Response to Keiner hat mich lieb!

  1. Dirk sagt:

    Hallo Nutella-Fan,
    ich spreche sie einfach mal so an, weil ich auf ihrer Seite keinerlei Informationen zu ihnen finde und sie sich ja auch einfach rausnehmen, unseren Bloggern „lustige“ Spitznamen zu geben.

    Warum geben sie ihren Namen denn nicht an? Haben sie Angst jemand könnte den Inhalt ihres Blogs mit ihrer Person assoziieren? Blogger sollten doch weltoffen und kommunikativ sein, oder? Sie sehen das offenbar anders, was sich ja auch an der Fülle ihrer Kommentare auf dem Blog zeigt.

    Grundsätzlich finde ich ihren Ansatz gut, denn sie haben Recht. Die Inhalte des Daimler-Blogs sind nicht für jeden interessant. Wenn sie sich allerdings schon die Mühe machen darüber zu bloggen, sollten sie das nächste Mal doch ein wenig besser recherchieren. Die Ziele des Daimler-Blogs wurden oft genug kommuniziert. Es wäre also kein Problem gewesen ihre „Thesen“ mit Fakten zu unterlegen. Stattdessen ziehen sie es vor unsere Blogger zu beleidigen und Unwahrheiten zu verbreiten. Ach, und schreiben sie Herrn Mario Jung doch einfach einmal an. Ich denke er würde sich über 5000€ mehr im Monat sicherlich freuen.

    Zum Bloggen gehört mehr als nur ein Prospekt mit den Sonderangeboten lesen zu können. Sie sollten sich das nächste Mal einfach mehr Gedanken machen, was sie schreiben, bevor sie es schreiben. Obwohl es hier wohl eh keiner liest.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dirk Barchmann

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